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Iranische Delegation

Iran

Termin: 24.8.-27.10.2020

Im Rahmen des BMWi Managerfortbildungsprogramm gab es in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie ein rein virtuelles Programm. Die Manager aus dem Iran wurden virtuell auf Geschäftsprozesse in Deutschland vorbereit und sie nahmen an virtuellen Trainings und Meetings teil. Eine Abschlusswoche steht unter aller Vorausssicht nach auf der Agenda im Jahr 2021.

Teilnehmerübersicht

Es wurden 19 internationale Führungskräfte aus dem mittleren und höheren Management von der IHK Akademie betreut. Dabei stand alles unter dem Motto "How to do business with Germany".

Danke

..an die teilnehmenden Firmen und Institutionen für diese Gruppe: AHK Iran, Deutsche Doka Schalungstechnik GmbH, Dinzler AG, Noerr Partnerschaftsgesellschaft mbB, Quality Minds, Maleki Corporate Group GmbH & Association of Iranian Banks in Europe (AIBE e.V), GTAI, Watson Farley LLP.

Besuch bei der Kaffeerösterei Dinzler AG

Kaffeegenuss virtuell: Geht das überhaupt?

In Zeiten der Corona-Pandemie ist nichts mehr so wie zuvor. So mussten auch die Manager das BMWi-Managerfortbildungsprogramm rein virtuell absolvieren. Die 19köpfige iranische Delegation wurde von der IHK Akademie München und Oberbayern betreut und konnte in vielen Trainings und Vorträgen von Institutionen und Firmen auf Tuchfühlung mit dem deutschen Markt gehen.

Bei Iran war es speziell schwierig, Firmen zu finden, die nicht US-Geschäft haben und dadurch die US-Sanktionen beachten müssen. Daher waren wir sehr erfreut, dass das regionale Unternehmen Dinzler Kaffeerösterei AG nicht diesen Zwängen unterlegen ist: DINZLER ist eine in Oberbayern gegründetes Unternehmen und fest in der Region verankert. Die Kaffeerösterei mit großem Restaurant & Cafe sowie Trainings-und Tagungsräumen ist ein familiengeführtes Vorzeigeunternehmen, das mit seinem Standort nahe der A8 neben Stammkunden auch viele Urlaubsreisende bewirtet. Ein echter Geheimtipp ist DINZLER nicht mehr, denn die Bekanntheit zeigt sich in der großen regionalen Vermarktung der Produkte in anderen Cafes, Restaurants, Bäckereien und selbst im Lebensmittel-Einzelhandel.

Normalerweise sind Führungen durch eine Produktion eines der wesentlichen Bestandteile des Programms, hier können Manager in die deutsche Firmenkultur eintauchen, die Abläufe, den Workflow und das Qualitätsmanagement sehen. In der virtuellen Programmumsetzung standen wir nun vor mehreren Herausforderungen: klappt die Technik, geht das mit der Internetverbindung, zeichnet auch niemand die selbst gefilmte Führung mit? All das war ein Experiment und es ist sehr gut gelungen: Herr Steinke, Mitglied der Geschäftsführung bei DINZLER, führte und in englischer Sprache durch die Rösterei. Nach einer kurzen Kaffeekunde und dem Direkteinkauf in den Herkunftsländern ging es auch in die Produktion. Dabei wurde immer klarer, dass der hohe Anspruch in der Arbeitskultur nicht nur so dahingesagt ist: Fair, nah am Menschen und transparent. Herr Steinke drückt das so aus: „Wir leben Kaffee, mit allem was dazugehört und das hört bei uns nicht auf, wenn wir hier aus dem Haus rausgehen, es geht immer weiter. Wir haben Freude daran, was wir tun und zeigen das auch sehr gern und sehr offen den Managerdelegationen, die von der IHK Akademie zu uns kommen.“

Diesen Spirit konnten wir direkt erleben: wir durften ganz nah dran an die Rohstoffe aus Indien, Tansania, Äthiopien, ganz nah dran an die nagelneue Röstmaschine, an die Verpackungsanlagen, an die Kaffeemaschinen. Exzellent ! Im Warenlager konnten die Manager dann mit etwas mehr Ruhe und abseits der Produktionsgeräusche viele Fragen stellen, die Fragen nach der Qualitätssicherung, dem Einkauf und der strategischen Ausrichtung beispielsweise. Den Kaffee riechen und schmecken konnten wir allerdings nicht, das muss leider auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

Was auch viel Begeisterung auslöste, war die tolle Aussicht, als Herr Steinke die Umgebung zeigte: in Irschenberg hat man eine phantastische Aussicht auf die Voralpen. Dies können die Manager bei einem hoffentlich möglichen Besuch in Deutschland im Jahr 2021 dann nachholen.

Die Manager waren erfreut über den Einblick in die Kaffeerösterei, vor allem Frau Reyhaneh Kachooei der Firma Salamat Gostaran Partak in Tehran , die ebenfalls im Lebensmittelbereich tätig ist:"Mr Steinke showed us all departments as well as the production line clearly, I appreciated the warm atmosphere in the company and friendly relationship between all company members, so we could gain impression of their family-led and personal leadership style. I also learned about their open-minded view: It seemed that they are not much paying attention to their competitors, DINZLER is doing their best to produce and process the best coffees of their kind."

Um zur Ursprungsfrage „geht das überhaupt“ zurückzukehren: ja es geht! Zwar ohne leckere Kaffeeverkostung, aber dennoch mit großem Elan und Einblicken in die Produktion.

Ich berate Sie gerne

Katharina Bömers

Projektmanagerin

Katharina Bömers

Sandra Dirnberger

Projektmanagerin

Sandra Dirnberger

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