IHK-Akademie München.Websterham

Mehr Geld vom Staat

Gute Vorsätze
IHK Akademie

Am 18.03.2016 verabschiedete der Bundesrates das 3. Gesetz zur Änderungen des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (Meister-Bafög).

Die Änderungen werden zum 01.08.2016 in Kraft treten.

Die wichtigsten Änderungen:

Gesamtförderbetrag: 15.000.- (bisher 10 226.-)
Zuschuss Lehrgangs- und Prüfungsgebühr: 40% (bisher 30,5%)
Prüfungsbonus: 40% (bisher 25%)
Meisterstück: 2000.- (bisher 1534.-)

zusätzlich Vollzeit:
Unterhalt: 50% Zuschuss (bisher 44%)
Kinderbeitrag: 55% Zuschuss (bisher 50%)
Ab dem 1. August 2016 sind folgende Erhöhungen der maximalen Unterhaltsbeiträge im AFBG vorgesehen:

  • für Alleinstehende von 697,00 Euro auf 768,00 Euro/Monat
  • für Alleinerziehende von 907,00 Euro auf 1.003,00 Euro/Monat
  • für Verheiratete mit 1 Kind von 1.122 Euro auf 1.238 Euro/Monat
  • für Verheiratete mit 2 Kindern von 1.332 Euro auf 1.473 Euro/Monat


Berechtigte:
Förderung wird dann auch geleistet, wenn der Antragssteller bereits einen Bachelor-Abschluss besitzt, Teilnehmer mit einem höheren Abschluss sind aber weiterhin von der Förderung ausgeschlossen.

Teilnahmenachweis:
Im neu formulierten AFBG wird auch die "regelmäßige Teilnahme" konkretisiert (§9).
Anwesenheit: 70%
Neu ist auch, dass die Teilnehmer dann mind. zwei Formblätter F einreichen werden müssen:
- nach 6 Monaten nach Beginn und
- zum Ende bzw. Abbruch der Maßnahme.
Bestehen bleibt die Möglichkeit, dass darüber hinaus weitere Formblätter angefordert werden.

Elektronische Antragsstellung:
Neu eingeführt wird für die Länder die Verpflichtung, ab 01.08.2016 eine elektronische Antragsstellung zu ermöglichen.

Gültigkeit:
Das bisherige Gesetz gilt für alle Teilnehmer, deren Lehrgang bis zum 31.07.2016 endet.
Für alle Lehrgänge, die nach dem 31.07.2016 beginnen, gilt das neue AFBG.

Für alle Teilnehmer in aktuellen Lehrgänge, die erst nach dem 31.07.2016 enden, gilt, dass das AFBG in seiner "bis zum [...] 31.07.2016 geltenden Fassung (also der aktuellen) mit Ausnahme der §§ 10, 12 und 17a weiterhin anzuwenden" ist. Gerade die §§ 10, 12 und 17a sind aber die entscheidenden, den in diesen werden die jeweiligen prozentualen Zuschusshöhen geregelt.
Dies würde bedeuten, dass alle bisherigen Regeln zur Zahlung, Gewährung, Zulassung, Teilnahme usw. weiterhin gelten, dass aktuelle Teilnehmer aber höhere Zuschüsse, Freibeträge und Unterhalt bekommen. Hier müssten die Ämter dann die Bescheide automatisch neu erstellen. Zudem würden Sich die Kreditverträge ändern, da die Darlehenshöhe niedriger wird. In wie weit die Ämter dies automatisch machen werden, bleibt abzuwarten.

Für Rückfragen stehe die zuständigen Studienmanagerinnen und Studienmanager zur Verfügung.